Fibromyalgie: Behandlung

Der richtige Arzt | Behandlung | Therapieverfahren

Derzeit gilt das Fibromyalgie-Syndrom noch als nicht heilbar, was jedoch nicht heißt, dass es keine Therapiemöglichkeiten gibt, die zu einer Besserung führen können. Im Fokus der Behandlung der Fibromyalgie steht deshalb die Wiederherstellung bzw. Erhaltung der Funktionsfähigkeit im Alltag, sowie die Linderung der Beschwerden, um eine Verbesserung der Lebensqualität zu erreichen.

Fibromyalgie – Der richtige Arzt

Viele Fibromyalgie-Patienten haben dieselbe leidliche Erfahrung machen müssen: oft über Jahre sind sie von Arzt zu Arzt gerannt und haben dabei weder eine schlüssige Diagnose erhalten, noch eine wirksame Behandlung erfahren. Die Enttäuschung ist groß und das Vertrauen in die Medizin ist längst dahin. Ein Grund dafür ist, dass es leider eine Tatsache ist, dass es immer noch zu lange dauert, bis die Diagnose Fibromyalgie-Syndrom gestellt wird. Ein weiterer ist, dass viele Ärzte zu wenig über die Krankheit und deren Therapie wissen. Der wichtigste Punkt bei der Behandlung von Fibromyalgie ist deshalb ein fähiger Arzt, der sich mit dem Fibromyalgie-Syndrom auskennt und die Krankheit ernst nimmt. Ob dies ein Facharzt oder einfach nur ein guter Hausarzt ist, ist dabei egal.

Fibromyalgie – Behandlung


Da das Fibromyalgie-Syndrom noch nicht ausreichend erforscht worden ist, gibt es bis heute keine einheitliche Standard-Therapie, die bei allen Patientien in gleichem Maße und dauerhaft wirkungsvoll ist. Da die Beschwerden zum Teil sehr komplex und von Patient zu Patient in ihrer Ausprägung recht unterschiedlich sein können, erscheint eine auf den einzelnen Patienten individuell ausgerichtete Therapie die sinnvollste Behandlungsmöglichkeit zu sein. Man unterscheidet dazu zwischen leichten und schweren Verläufen der Fibromyalgie.

Bei den leichten Fällen setzt man bei der Behandlung auf körperliche und psychosoziale Aktivierung. In einfachen Worten bedeutet das, dass den Patienten zu regelmäßigem Ausdauersport von höchstens mittlerer Intensität (z.B. 2-3 x die Woche 30 Minuten Walken, Radfahren oder Schwimmen) geraten wird. Zusätzlich sollen die Patienten offen mit ihrer Erkrankung umgehen, ihren Hobbies weiter nachgehen und soziale Kontakte pflegen. Über diese Maßnahmen soll erreicht werden, dass die Erkrankten sich nicht aus ihrem alltäglichen Leben zurückziehen und in einen Teufelskreis aus Schmerzen, Rückzug, Depressionen und weiteren Schmerzen geraten.

Bei schweren Verläufen der Fibromyalgie ist eine Behandlung deutlich schwieriger. Die besten Ergebnisse werden heute mit der sogenannten multimodalen Schmerztherapie erzielt, bei der verschiedene Therapieverfahren individuell auf den Patienten abgestimmt und im Zusammenspiel mit körperlicher Aktivierung unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden. Die multimodale Therapie findet gewöhnlich über einen begrenzten Zeitraum nicht-ambulant in speziellen Kliniken statt.

Fibromyalgie – Therapieverfahren im Überblick

  1. Physiotherapie
    • Ausdauertraining
    • Flexibilitätstraining
    • Funktionstraining
    • Krafttraining
    • Krankengymnastik
  2. Physikalische Therapien
    • Chirotherapie
    • Kältetherapie
    • Lasertherapie
    • Lymphdrainage
    • Magnetfeldtherapie
    • Massage
    • TENS
    • Thermalbäder
    • Transkranielle Magnetstimulation
  3. Medikamentöse Therapien
    • Antidepressiva
    • Antikonvulsiva
    • Antirheumatika
    • Anxiolytika
    • Cannabinoide
    • Dopaminagonisten
    • Hormone
    • Hypnotika
    • Interferone
    • Lokalanästhetika
    • Monoaminooxidasehemmer
    • Muskelrelaxantien
    • Neuroleptika
    • Opioide
    • Schmerzmittel
    • Virostatika
  4. Psychotherapie
    • Biofeedback
    • Entspannungsverfahren
    • Hypnose
    • Kognitive Verhaltenstherapie
    • Therapeutisches Schreiben
    • Tiefenpsychologische Therapie
  5. Alternative Therapien
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