Fibromyalgie: Symptome

Hauptsymptome | Begleitsymptome | Abgrenzung zu Rheuma

Fibromyalgie – Hauptsymptome

Die AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften = Dachverband der medizinischen Fachgesellschaften Deutschlands) hat 2008 eine Leitlinie bezüglich der Diagnose von Fibromyalgie erarbeitet. In dieser Leitlinie wird klar definiert, welche Symptome bei Patienten vorliegen müssen, damit die Diagnose Fibromyalgie gestellt werden kann. Die folgenden Symptome werden als die Hauptsymptome beim Fibromyalgie-Syndrom bezeichnet und müssen über einen Zeitraum von mindestens 3 Monaten auftreten:

  • Chronische Schmerzen in mehreren Körperregionen (Rücken, Nacken, Arme, Beine)
  • Andauernde Müdigkeit und Erschöpfung
  • Schlafstörungen

Fibromyalgie – Begleitsymptome



Zusätzlich zu den Hauptsymptomen, die für eine Diagnose stets vorliegen müssen, werden in der Leitlinie zur Behandlung des Fibromyalgie-Syndroms noch Begleitsymptome aufgeführt, die bei einer Vielzahl an Fibromyalgie-Patienten häufig ebenfalls vorliegen:

  • Morgensteifigkeit
  • Schwellungsgefühle (Hände, Füße, Gesicht)
  • Kopfschmerzen / Migräne
  • Reizmagen / Reizdarm / Reizblase
  • Trockenheit und Überempfindlichkeit der Schleimheute (Mundtrockenheit)
  • Konzentrationsstörungen
  • Wortfindungsstörungen
  • Vermehrte Ängstlichkeit und Depressionen
  • Verringertes sexuelles Interesse (bei Männern zusätzlich Impotenz)
  • Tinnitus
  • Restless-Legs-Syndrom

Fibromyalgie – Abgrenzung zu Rheuma

Die Symptome, die beim Fibromyalgie-Syndrom auftreten, sind oftmals ähnlich zu denen, die bei rheumatischen Erkrankungen, wie z.B. der rheumatoiden Arthritis, vorliegen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass abgeklärt wird, ob nicht eventuell eine rheumatische Erkrankung vorliegt. Dies ist z.B. durch die Überprüfung der entsprechenden rheumaspezifischen Laborwerte möglich. Im Gegensatz dazu sind die Laborwerte bei Fibromyalgie hingegen typischerweise unauffällig. Auch Schädigungen der inneren Organe und Gelenke bleiben beim Fibromyalgie-Syndrom – trotz teils massiver Funktionsstörungen – aus.

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